2. Symposium 2009 in Manchester (23. & 24. Mai)

Tue, 7 Apr 2009

FASTER, LEANER, KEENER, MEANER -
Survival of the Fittest in Factual

München, 6. April 2009 – Auf welche Konzepte, Strategien und neue Technologien setzen Produktionsfirmen und TV-Sender, um sich in Zeiten der Wirtschaftskrise erfolgreich im internationalen Dokumentarfilmbereich zu behaupten? Diese Frage steht im Mittelpunkt der 2. Discovery Campus Open Training Session, die am 23. und 24. Mai in Manchester, UK stattfindet. Unter den Schlagwörtern „Faster, Leaner, Keener, Meaner“ (schneller, schlanker, stärker & schlagkräftiger) und getreu dem darwinschen Motto "Survival of the Fittest" wird das Symposium versuchen herauszufinden, ob die Dokumentarfilmbranche zukunftsfit ist und welche neuen Möglichkeiten der Anpassung es im veränderten Wirtschaftsumfeld gibt, um sich als Produktionsfirma und Dokumentarfilmprofi das Überleben zu sichern.

Tom Koch, Vizepräsident von PBS Distribution, wird das Symposium eröffnen und mit seiner Perspektive den Tenor für das Wochenende bestimmen. Laut Koch werden viele Produktionsfirmen die Wirtschaftskrise nicht überstehen und Sender entlassen Angestellte in großem Umfang. Jedoch hat Koch auch einige Weisheiten in Petto, die zuversichtlich stimmen.

Es gibt immer zwei Seiten der Medaille, so auch bei einer Rezession. Die Frage ist nur – welche davon betrachten Sie? Sieht man das Szenario von der positiven Seite, ist in jeder Rezession auch eine Chance zur Innovation begriffen und so hat National Geographic sich dazu entschlossen, ein neues unternehmerisches Vorhaben umzusetzen. Mark Wild, neu ernannter Director of International Development, der mit Sitz in London die Entwicklungen internationaler Koproduktionen und Partnerschaften für National Geographic beaufsichtigt, wird die neuen Strategien näher erläutern. Diese sehen die Arbeit mit Produzenten außerhalb der USA vor, um den Sender und dessen Inhalte internationaler zu gestalten. Neben Mark Wild werden auch Redakteure von A&E, BBC und France 5 dem Thema Wirtschaftskrise und wie diese die einzelnen Sender beeinflusst Rede und Antwort stehen.

Innovation im Produktionsprozess ist der Schlüssel um in schwierigen Zeiten das Beste aus dem Produktionsbudget herauszuholen. Die Firma Portal Video aus Boston zeigt innovative Strategien auf wie man z.B. in der Rohschnittphase Zeit und Geld sparen kann. Ein Panel zum Thema CGI wird überdies komplett neue Einblicke geben, wie Animation in den Dokumentarfilm eingebunden werden kann. Waltz With Bashir ist dafür ein brillantes Beispiel. In einer Fallstudie wird die Produzentin Charlotte Uzu von Les Films d’Ici berichten, wie sie es geschafft haben ARTE von dem Projekt zu überzeugen, obwohl es das erste Projekt für einen animierten Dokumentarfilm mit einem so ernsthaften Thema war. Kein leichtes Unterfangen, aber mit Ausdauer, Beharrlichkeit und einem talentierten Filmemacher – Ari Folman – durchaus möglich!

Ein weiteres Panel des Symposiums beschäftigt sich mit der Twenty Show. ARTE Webmaster Sascha Hartmann gewährt Einsicht in die Entstehungsgeschichte dieser innovativen Show, die als Webisodes in Kooperation mit My Space ihren Anfang nahm und zukünftig als 90 minütige Spezialsendung auf ARTE zu sehen sein wird.

Interessierte Filmschaffende können sich über das Anmeldeformularbis zum 15. Mai registrieren. Eine kurzfristige Registrierung vor Ort ist ebenfalls möglich. Die Teilnahmegebühr (inkl. Catering) beträgt regulär 170,- Euro, für Studenten und Osteuropäer ermäßigt 110,- Euro. Weitergehende Informationen, das Programm und eine vollständige Expertenliste gibt es in Kürze auf der Website.

„Faster, Leaner, Keener, Meaner – Survival of the Fittest in Factual“ ist eine Veranstaltung der Discovery Campus Masterschool 2009 und wird in Kooperation mit dem Northern Film Network, Marketing Manchester und MIDAS.

Die Discovery Campus Masterschool wird unterstützt vom MEDIA Programm der Europäischen Union, der Bayerischen Staatskanzlei, der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM), dem Medienboard Berlin-Brandenburg, der MFG Filmförderung Baden-Württemberg und der Sächsischen Stiftung für Medienausbildung.

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